Hausblog

Es geht voran…

… so ein bisschen jedenfalls.

Hätte ich geahnt wie frustrierend dieses Haus bauen werden würde, vermutlich hätte ich es gelassen. Nach dem wir uns Ende des Jahres endlich auf einen Bauplaner einigen konnten, der unser Haus auch noch bauen will, suchten wir die Gespräche mit dem Bauamt. Da es keinen Bebauungsplan gibt, gab es viel Redebedarf. Höhe vom Haus, Bebauungsgrenze, Grenzabstände, Garage, Aufschüttung im Garten, Dachneigung. Nach drei Monaten war dann alles Relevante geklärt und wir konnten mit den Planungen weitermachen. Nach weiteren zwei Monaten war dann das gesamte benötigte Papier zusammen gesammelt. Am 20. Mai stand ich ENDLICH im Bauamt und habe einen Stapel bedrucktes und unterschriebenes Papier abgegeben.

Kurz darauf trudelte eine E-Mail bei mir ein. Keine Signatur und im Anhang ein WORD-Dokument. Die Adresse vom Absender war Vorname.Nachname@Stadt.de. Todesmutig, und um das Wissen einer guten Virensoftware, öffnete ich den Anhang. Es war ein Schreiben vom Bauamt mit Nachforderungen. Zwei Wochen später kam das Schreiben übrigens auch noch mal per Post. Es gingen weitere fünf Wochen ins Land bis endlich alle Nachforderungen nachgereicht oder geklärt werden konnten. Es war für uns nicht so ganz ersichtlich warum unser Häuschen auf einmal in eine andere Gebäudeklasse eingestuft wurde und wir einen Spielplatz und Fahrradstellplätze benötigen sollten. Es war ein bisschen sonderbar. Im Juli rief ich dann mal an um mich nach dem aktuellen Stand zu erkunden. Die Dame sagte, die Baugenehmigung ist zwar durch, aber kann erst erteilt werden, wenn die Schreibkräfte (O-Ton der Dame vom Bauamt!) aus dem Urlaub zurück wären. Am 31. Juli lag der Gebührenbescheid im Briefkasten. So schnell haben wir wahrscheinlich noch nie eine Rechnung bezahlt. Nun warten wir auf das Schriftstück auf dem „Baugenehmigung“ steht.

Mein Mann und ich hatten inzwischen heiße Diskussionen zum Thema Küche. Eigentlich war mal eine Speisekammer geplant, die im Laufe der Planungen irgendwie verschwunden ist. Vielleicht lag es daran, dass ich die doof fand. So wurde das angrenzende Arbeitszimmer größer und in der Küche ergab sich nun eine drei Meter lange Nische für eine hohe Wand aus Küchenschränken. Doch wie der Rest der Küche werden soll, war lange ein großer Streitpunkt. Mein Mann wollte ein großes U und ich einzelne Zeilen. Das große U hätte eine Menge Platz zu bieten gehabt, insbesondere Arbeitsplatte, und man hätte eine nah zu unendliche Menge an Kruscht und Krempel unterbringen können. Vor meinem inneren Auge sah ich schon die zugemüllten Schränke. Meine einzelnen Küchenzeilen hätten den Vorteil gehabt, man kann von jeder Seite die Küche betreten und muss nicht jedesmal um die gesamte Küche drumrum laufen. Am Ende war der Preis ein entscheidendes Kriterium und so wurden es die einzelnen Zeilen bzw. eine einzelne Küchenzeile unter den Fenstern mit Spüle und eine Kochinsel mit Herd. In der Kücheneinbauwand sind alle anderen Elektrogeräte untergebracht, sowie zwei Vorratsschränke. Wir wissen schon, dass es eine Holzarbeitsplatte wird. Über die restliche Farbgestaltung herrscht bisher kein Konsens.

Ende Juli hatten wir bei unserem Bauplaner eine Bemusterung. Die Liste der „noch zu entscheidenen Dinge“ ist länger als die Liste mit Dingen die bereits fix sind. Auf das Dach kommt Harzer Pfanne in rot und das Haus wird fenstergrau. Die Sprossen der Fenster sind innenliegend und Türen für OG und EG sind auch schon ausgesucht. Gestern Nacht fiel mir im Halbschlaf auf, dass wir für das Untergeschoss noch keine Türen ausgesucht haben. Wobei ich mich auch schon gefragt habe, ob man eigentlich unbedingt Türen braucht.

Nachher gehen wir ins Fliesenstudio. Die Begeisterung hält sich in Grenzen und die Badplanung versuche ich zu verdrängen. Dafür plane ich in Gedanken schon mal den Umzug. Denn sobald wir umziehen, ist das Haus fertig und dieser Gedanke bereitet mir momentan mehr Freude.

 

 

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