Allgemein

Prokrastination.

Ich studiere. Haus bauen ist so ein Hobby von mir. Neben Arbeit, Mann, Katzen, Freunde, Familie versuche ich mich noch ein bisschen zu bilden. Ich mag Bildung. Nur umso älter ich werde (immerhin auch schon ü 30) umso besser kann ich Dinge vergessen. Vor allem die wichtigen Dinge. Die völlig belanglosen dagegen bleiben in meinem Kopf und saugen sich fest. Ikea benennt seine Sofas, Sessel und Couchtische nach schwedischen Städten. Hunde schwitzen nicht und Babies können erst ab circa 4 Wochen Tränen weinen. Sowas merke ich mir, für immer und ewig. Aber wie war das nochmal mit den SVerweisen in Excel? Wie berechne ich nochmal den internen Zinsfuß und wozu war der noch mal gut? (Spoiler für alle die googlen wollen: der interne Zinsfuß macht erst dann wieder Sinn, wenn die Zinsen steigen).

Aber schlimmer als vergessen der mühsam erlernten Materie ist das Schreiben von „wissenschaftlichen“ Aufsätzen. Es ist dabei egal ob es zwölf Seiten sind die gefüllt werden wollen oder dreißig. Es ist jedesmal das gleiche: Mein Kopf weiß was er schreiben will. Mein Kopf hat das Thema schon völlig ausgearbeitet. Ich sehe die Arbeit innerlich schon vor mir. Doch sobald ich anfangen will und meinem Kopf die Möglichkeit gebe durch meine Fingerchen alles aufs Papier zu kotzen  übertragen, da gibt es auf einmal Übertragungsfehler. Zunächst mache ich mir Gedanken wo ich Quellen finde die das sagen was ich sagen will und gehe auf Recherche. Dann sammel ich alle E-Books die ich finden kann (und niemals lese), schaue was die Bibliothek so da hat und stecke meine Nase in echte Bücher. Aber wenn ich sowieso gerade lese, kann ich ja auch mal gucken was auf Facebook so los ist oder wer hier interessante Sachen aufs Papier gebracht hat. Oh schon so spät? Naja, da lohnt es sich jetzt eh nicht mehr anzufangen.

Falls ich den völlig abgedrehten und irren Gedanken haben sollte, ich könnte ja auch prima zu Hause meine Hausarbeit schreiben, dann habe ich auf einmal richtig Lust zu Putzen. Also gründlich und zwar alles. Zum Leidwesen meines armen Mannes. So kam es das ich Sonntag und Montag meinen Schreibtisch aufgeräumt und geputzt habe. Seit dem Umräumen unserer Wohnung, letztes Jahr im November, standen zwei Kisten unter meinem Schreibtisch die ich irgendwann mal aufräumen wollte. Außerdem hatte mein Mann noch diverses Zeug (=Werkzeug, Schrauben, u.ä.) in meiner Kommode „versteckt“, welches ich, gute Ehefrau die ich nun mal bin, jetzt in seinen Werkzeugschrank verstaut habe. Er wird es zwar niemals wieder finden, aber auch er hatte jetzt mehr als sechs Monate die Chance es aufzuräumen. Keine Sorge, ich habe ihn auch oft genug daran erinnert damit er es nicht vergisst 🙂

Wenn ich öfter Hausarbeiten schreiben müsste oder Prüfungszeit hätte, meine Bude würde aussehen wie geleckt. Irgendwann werde ich noch anfangen die Hütte zu streichen und Gardinen zu nähen. Wir ziehen zwar in absehbarer Zeit aus und nähen kann ich auch nicht, aber in der Prüfungszeit ist ALLES möglich. Sogar ein aufgeräumter Schreibtisch.

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