Hausblog

Unser Garten

Als wir am 26. Dezember mit allen Verwandtenbesuchen fertig waren, gingen wir rüber in unseren Garten und machten eine Bestandsaufnahme. Es gab Teile vom Garten die seit ZEHN Jahren nicht mehr betreten wurden, weil es einfach nicht ging. Der Boden in diesem Bereich des Gartens hat wohl schon 20 Jahre keine Sonne mehr gesehen. Mir war dieser 4 Meter breite und circa 13 Meter lange Urwald schon länger ein Dorn im Auge, also nahmen wir das Schneidwerkzeug und legten los. Dieses Efeu war bzw. ist immer noch die Pest. Ich kann das Zeug inzwischen nicht mehr sehen.

Das Foto wurde am 26. Dezember vom Garten aus aufgenommen.

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Im Vorgarten lag ein riesiger Haufen Backsteine, unter einer Plane die im Laufe der Zeit völlig vom Efeu eingenommen wurde. So wie der Rest vom Vorgarten auch. (Dieses Bild von der Straße aus aufgenommen.)

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Als dieses (obere) Foto gemacht wurde, haben wir uns schon ein bisschen durchgeschnitten. Der Teil der Plane der auf dem Bild frei ist, konnte man vorher nicht sehen. Wir wussten beim Kauf weder das eine Plane unter dem Efeu ist, noch das sich darunter Backsteine befinden. Wir haben es schlicht nicht gesehen.

 

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Im Sommer konnte man eh nicht viel vom Backsteinhaufen sehen, Sträuchern sei Dank.

Im Internet las ich den Tipp man soll die Efeu-Wurzeln kurz vor dem harten Frost schneiden, dann sterben die Wurzeln ab und nach dem Frost zieht man nur noch die Wurzeln raus. Das hat tatsächlich gut funktioniert! Den Backsteinhaufen habe ich via Ebay verschenkt und die Plane im Restmüll entsorgt.

Übrigens war der Urwald mal ein Hundezwinger. Die Hundehütte und die Kette von dem armen Tier haben wir auch gefunden, sowie die Verpackung von Hundeleckerlis. Bisher habe ich drei Haushalts-Tonnen Restmüll aus dem Garten gesammelt. Die Frage was da für Menschen früher gehaust haben müssen, habe ich inzwischen aufgehört mir zu stellen. Mein Mann sagt, ob ich mich aufrege oder nicht, es ändern nichts an dem Zustand des Gartens.

Eine andere Ecke des Gartens die uns Sorgen machte, war eine vor 20 Jahren gepflanzt Hecke aus circa 20 Nadelbäumchen. Ich nannte sie liebevoll „Die grüne Wand“. Es gab, aus unserer Sicht, keinen erkennbaren Grund DORT eine Reihe von Bäumen zu pflanzen. Es war weder ein brauchbarer Sichtschutz, noch ein Windschutz. Der pfeifte einfach zwischendurch.

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Wie man auf dem Bild sehr schön sehen kann, wurden die Bäume einige Jahre nicht beschnitten. Vielleicht wäre es dann eine ansprechendere grüne Wand gewesen.

Wir haben also eine Baumfäll-Genehmigung eingeholt und eine Firma mit der Fällung beauftragt. Bei der Gelegenheit wurden auch noch ein paar Stümpfe weggeschafft und für die zukünftigen Garage die Obstbäumchen entfernt.

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Man erkennt auf dem Bild ganz gut, wie viel Licht ohne 20 Nadelbäumchen in den Garten fallen. Schließlich haben wir Südlage, von der man eigentlich nichts mitbekommt wenn das ganze Licht von einer grünen Wand gefressen wird. Auch erkennt man jetzt endlich die 630 qm Grundstück. Die Schönheit die dieser Garten irgendwann mal haben wird, ist zu erkennen.

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Gleicher Blick wie Bild 3 von oben (das mit den Sträuchern), nachdem wir großzügig geschnitten haben.

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Den Urwald von Bild eins haben wir ein wenig gelichtet und man kann jetzt auf die Straße schauen. Wenn das neue Haus dann irgendwann mal steht, kommt an die Hausseite eine Treppe in den Garten und daneben möchte ich eine Wildblumenwiese anlegen die unten in einer kleine Terrasse endet.

Parallel zum Freischneiden des Gartens bemühe ich mich um eine Gartenplanung, auch weil man einige Arbeiten hervorragend während des Abrisses machen kann. Vor einigen Wochen war ein Gartenplaner/Gartenbauer da um sich umzuschauen. Er war schon sympathisch, aber irgendwie hatte ich andere Erwartungen an einen Termin mit einem Gartenplaner/-bauer. Ich erwartete anregende Gespräche über die Möglichkeiten der Gartengestaltung, ich erhoffte mir Ideen und Anregungen. Einen ersten Eindruck oder einen Geruch von Frühling. Ein bisschen wie wenn man in ein Restaurant geht, unschlüssig, ob man essen möchte oder nur ein Getränk will und dann riecht die Luft nach der Speisekarten und man sieht vor seinem innere Auge all die leckeren Sachen die man riecht – wisst ihr was ich meine? Stattdessen sagte mir der junge Mann nach wenigen Minuten, als erstes wird ein Angebot erstellt und dann erst beginnen die Planungsarbeiten. Oder anders ausgedrückt: Erst Geld, dann Arbeit. Versteht mich nicht falsch, ich möchte auch Geld für meine Arbeit. Mir ist auch bewusst, dass ich Geld zahlen muss wenn ich einen Garten planen lasse. Ich möchte nur vorher einen Eindruck erhalten was mich erwartet bzw was ich erwarten kann. Wenn ich essen gehen will, gehe ich ja auch erstmal in ein Restaurant und schaue mich um, bevor ich beschließe dort essen zu gehen, Falls nein, gehe ich weiter und suche mir eine andere Alternative. Ich will einen Vorgeschmack und schnuppern, ehe ich mich festlege. Der Gartenbauer-Termin war daher irgendwie enttäuschend. Zwei Tage später hat er mir das Angebot geschickt, was weit über dem lag was wir bereit waren auszugeben. Mein Bauch fand dieses Geschäftsgebaren irgendwie nicht überzeugend. Deswegen schaute ich mich noch nach einen anderen Gartenmenschen um und den habe ich mir diesmal empfehlen lassen.

Nein, er war mir nicht sympathisch. Seine Art war sehr herablassend und arrogant. Ich überlegte schon wie ich den Termin stark abkürzen kann. Er überzeugte mich erst als er sich in unseren Südhang-Garten stellte und sagte: Da ziehen wir eine Mauer und füllen auf, dann haben Sie endlich Fläche im Garten. Ohne mit der Wimper zu zucken, rechnete er dann auch noch aus was die Mauer kosten würde. Ich sag mal so, ich war überrascht was Stein und Mörtel so kosten können. Ich mag Menschen die konkrete Aussagen treffen könne, auch wenn ich diese Aussagen vielleicht nicht mag.

Unser Garten besteht aus 4 Terrassen, die zum Teil sehr schmal sind. Die größte Terrasse (flächenmäßig) ist die unterste. Zwischen der Straße und besagter Terrasse sind 8 Meter Höhenunterschied. Durch das Auffüllen hätten wir dann im unteren Garten (also die 4. Terrasse wird auf das Niveau der 3. angehoben) zweihundert nutzbare Quadratmeter. Das Grundstück hat insgesamt 630 qm. Wenn man die Grundfläche von Haus und Garage abzieht, sind noch grob über dem Daumen 450 qm Garten übrig.

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Man sieht auf dem Bild ganz gut die Terrassenförmige Anlage des Gartens. Die Treppe führt auf die zweite Terrasse, die relativ schmal ist. Dann kommen nochmal drei Stufen, sieht man auf dem Bild kaum, und man steht auf der dritten Terrasse. Das was auf dem Bild im Schatten liegt, soll angehoben werden auf das Niveau der dritten Terrasse. Laut Höhenplan sind das zwei Meter Höhenunterschied.

Seit diesem Termin sind circa zwei Wochen vergangen und wir finden diese Auffüll-Idee immer noch toll. Am liebsten würde ich jetzt sofort in den Baumarkt fahren und mir eine Mauer kaufen. Also 30 Meter Mauer zum Mitnehmen bitte und zwei Ecken. Ein Fundament brauche ich auch und ja, ich möchte gerne eine Tüte dazu! Leider geht es weder so schnell noch so einfach. Die Bauordnung möchte nämlich nicht, dass man mehr als 30 qm einfach so aufüllt, folglich braucht man einen Bauantrag. Wir möchten eine Fläche circa 18 x 4 m auffüllen.

Wenn da diese Bauordnung nicht wäre… Wenn man mehr als 30 qm auffüllt, braucht man nämlich eine Baugenehmigung, gemäß Bauordnung. Unser Problem wird aber nicht das Bauamt sein, sondern die Gebietstypik. Bei uns gibt es nämlich keinen Bebauungsplan. In der Zwischenzeit haben wir einen Vorort Termin mit dem Amt vereinbart, in der Hoffnung auf eine Lösung.

 

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