Katzen

Wie ich meine Katzenlosigkeit besiegte

Als ich ein Kind war, stellte ich meine Eltern vor die Wahl: Entweder bekomme ich ein Geschwisterchen oder einen Hund. Zur Not wäre ich auch mit einer Katze zufrieden gewesen. Ein Hund wäre aber cooler gewesen. Da meinem Wunsch nicht nachgekommen wurde, sammelte ich Schnecken in einem Schuhkarton und hielt mir diese als Haustiere. Meine Eltern hatten Mitleid und so bekam ich einen Hamster. Einem Kind ein nachtaktives Haustier zu schenken ist übrigens keine gute eine scheiß Idee.

Später, als Teenager, gab es noch Meerschweinchen und eine Ratte. Alle führten kein glückliches Leben bei mir. Ich ließ im Erwachsenenleben also die Finger von Haustieren. Der Versuch mich mit Zimmerpflanzen anzufreunden, endet regelmäßig im Biomüll. Es schien mir nicht zu liegen, mich mit lebenden Dingen zu umgeben die von mir abhängig waren.

Als ich im Jahr 2011 nach fünf Jahren WG in eine eigene Wohnung zog, erklärte mir der Vermieter er sei kein Fan von Haustieren in Wohnungshaltung und so stand in meinem Mietvertrag „Haustierhaltung verboten“. Im Feld Sonstiges stand: Ausser Katzen. Mein Vermieter war ein außerordentlicher Katzenfreund. Er sagte mir, wenn ich eine Katze anschleppen würde, wäre das okay. Aber bitte keine Rassekatze, er würde es bevorzugen, wenn ich die Katze rauslassen würde. Ich dachte kurz über diese Möglichkeit nach, verfolgte sie aber nicht weiter. Auch wenn die Erfahrungen mit Haustieren inzwischen zehn Jahre zurück lagen, war ich mir unsicher, ob das gut gehen würde.

Kurz nachdem ich den Gedanken verworfen habe, rief mich eine Freundin an. Das Gespräch lief ungefähr so ab: „Du wolltest doch eine Katze?“ „Nee, ich habe mich dagegen entschieden.“ „Aso, ich frage, weil wir haben gerade Kitten hier und der rote Kater sucht noch ein zu Hause. Ich musste sofort an dich denken. Er ist wie du, ihr zwei würdet super zueinander passen.“ „Nee, lass mal gut sein.“ „Du wolltest doch eh mal wieder vorbei kommen. Bei der Gelegenheit kannst du dir mal die Babys anschauen. Sie sind wirklich sehr süß.“ Ich habe DEN Anfängerfehler schlechthin gemacht: Tierbabys anschauen. Wie soll man einem roten zuckersüßen Minikater widerstehen? Ich habe es nicht fertig gebracht. Drei Wochen später zog ein roter Kater ein. Eine Name wurde bereits vergeben und auch wenn ich den Namen hätte ändern können, ich fand den Namen passend- Jimmy.

Er kam zu mir als er ungefähr neun Wochen alt war. Jimmy hatte mich völlig verliebt in sich gemacht. Jimmy wickelt auch heute noch jeden um die Pfote. Er ist seit inzwischen fünfeinhalb Jahren meine ganz große Liebe. Auch wenn sich unsere Beziehung im Laufe der Jahre verändert hat, wissen wir beide wo sein Platz ist: An meiner Seite.

 

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