History Haus

Hausblog 1-Wie alles begann

Als ich meinem Mann erzählte, dass ich nun auch einen externen Blog betreiben will um der Welt unser Leid beim Haus bauen zu klagen, ließen wir gedanklich die letzten zwei Jahre Revue passieren und fragten uns wie das eigentlich alles anfing. So 100% sind wir uns nicht mehr sicher wann genau der Startschuss fiel. Dafür weiß ich zumindest noch wie dieses ganze Hausprojekt angestoßen wurde. Es war Anfang 2015 als mir mein Ehemann erklärte, wir machen JETZT Nägel mit Köpfen und kaufen ein Haus. Ich wollte kein Haus. Ich fühlte mich überrumpelt. Wir waren doch erst vor einem Jahr umgezogen, in eine Mietwohnung.

Ein Haus kostet Unmengen Geld, ist in der Regel zu groß oder zu klein und hat einen Garten um den man sich kümmern muss. Wenn man in der Wohnung einen Wasserrohrbruch hat, ruft man den Vermieter an. Wenn in der Wohnung die Steckdose brennt, ruft man den Vermieter an. Wenn der Abfluss verstopft ist, ruft man den Vermieter an. So günstig wie der Mieter lebt eigentlich kein Hausbesitzer. Es ist komfortabel. Mein Mann hatte eine etwas andere Sicht auf die Dinge. Ich weiß immer noch nicht so ganz warum, aber es geht sinngemäß in die Richtung: Es ist meins.

Am Anfang sträubte ich mich und ließ mich nur sehr widerwillig mitschleppen. Ich nörgelte und schimpfte und mein Mann ignorierte es. Es war erst ein Jahr her, als wir in das Wohnviertel gezogen sind. In die Stadt kann man laufen und zur Arbeit fährt man nur maximal 15 Minuten. Ich fühle mich sehr wohl und so beharrte ich darauf in eben diesem Viertel zu bleiben. Sollte mein Mann also ein Haus im Viertel finden, würde ich mich erbarmen und auf Hausschau gehen. Blöderweise fand er eines und so kam ich zu meiner ersten Hausbesichtigung. Sicherlich könnt ihr euch denken, wer total begeistert war und wer nicht. Dieses erste Haus ist auch zwei Jahre nach der Besichtigung erwähnenswert, denn ich ging nach Hause mit dem Gefühl „Das ist nicht mein Haus, nicht mein Stil. Aber wie will ich wohnen?“ Vorher kam mir dieser Gedanke nicht, zumindest nicht in dieser Deutlichkeit. Das praktische an einer Mietwohnung ist, man kann recht schnell wieder ausziehen.

Und so kam es das ich mich an das Haus in unserer Straße erinnerte. Das Haus vor dem ich vor unserem Einzug stand und zu meinem Mann sagte: Irgendwann ist es unser und es wird das schönste Haus der Straße. (Ich bin eine Frau. Nicht alles was ich denke oder sage ergibt Sinn oder ist logisch.) Mein Mann nahm das nicht für voll.

Mir war klar, meinem Mann die Hausidee auszureden zu wollen, ist vergebene Liebesmüh und bei einer solchen elementaren Frage nicht mitreden zu können, machte mich wahnsinnig. Also unterstütze ich meinen Mann in seinem Wunsch und stellte nur eine Bedingung: Ich wollte in dem Viertel bleiben in dem wir jetzt sind.

 

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